Frage:
Herr Krüger, Angestellte der Wildeshauser Stadtverwaltung erhalten ab 2008 neben ihrem Tarifgehalt auch zusätzliche leistungsorientierte Prämien. Wird in der Verwaltung jetzt mehr gearbeitet?Krüger:
Es geht nicht darum, mehr zu arbeiten, sondern besser und effektiver zu arbeiten im Interesse unserer Kunden. Prämien und Zielvereinbarungen werden zu veränderten Arbeitsweisen führen. Ziele sind zum Beispiel mehr Bürgerfreundlichkeit oder kürzere Wartezeiten bei Behörden.Frage:
Wie könnten nun konkrete Ziele für einen einzelnen Mitarbeiter aussehen?Krüger:
Wir werden uns auf allen Ebenen der Verwaltung Ziele vornehmen, die wir im Laufe eines Jahres verwirklichen wollen. Da wird es zunächst um den Abbau von Reibungspunkten am Arbeitsplatz und Dinge gehen, wo es nicht so richtig klappt. Da sich am eigenen Arbeitsplatz etwas tut, werden die Mitarbeiter sicherlich motiviert. Wenn die Ziele erfüllt werden, gibt es die Prämie. Ausgezahlt werden insgesamt pro Jahr ein Prozent der Jahreseinkommen der rund 130 Beschäftigten. Das sind rund 30 000 Euro.Frage:
Werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter da nicht einem besonderen Druck ausgesetzt?Krüger:
Die Teilnahme am Prämiensystem ist grundsätzlich freiwillig. Wer nicht mitmacht, bekommt keine Zielvereinbarung und natürlich auch keine Prämie. Doch die Akzeptanz ist groß. Auf einer Versammlung sprachen sich 90 Prozent der Beschäftigten für diese Prämienverfahren aus.thema: Leistungsprämien im Rathaus
Michael Krüger, Personalrat bei
der Stadtverwaltung Wildeshausen
