Betrifft:
„Auf mehreren Kanälen funken“ (NWZ vom 20. Januar) und „Daten kein Etikettenschwindel“ (NWZ -Leserforum vom 16. Februar)Mit Freude habe ich Ihren Bericht über die erfolgreiche Arbeit von Sabine Himmelsbach im Edith-Ruß-Haus gelesen. Und es ist schön, dass einmal explizit darauf hingewiesen wird, dass die Diskussion um die Medienkunst zunehmende Bedeutung in Oldenburg hat. Die wichtige Frage nach den „realen“ und „virtuellen“ Besuchern reflektiert eine zentrale Aufgabe eines Medienkunsthauses, nämlich die Beschreibung und Bewusstmachung der Veränderung unserer Realität durch die neuen Medien.Seit den Anfängen des Hauses, beginnend mit der Eröffnungsausstellung 2000, wurden regelmäßig Netzkunstarbeiten gezeigt. Das heißt, die Ausstellungsräume sind teilweise ins Internet erweitert und dort aus einer anderen Perspektive zusätzlich zugänglich. Dennoch wird zwischen „realen” und „virtuellen” Besuchern unterschieden. Doch für die sehr fragwürdige aber übliche Praxis, den Erfolg einer Kunstinstitution an der Zahl der Besucher zu messen, spielt es keine Rolle, ob es sich um „reale“ oder „virtuelle“ Besucher handelt, denn auch der virtuelle Besucher sitzt irgendwo „real“ an seinem Rechner.
Helene von OldenburgRastede
