Die schwarz-gelbe Landesregierung in Niedersachsen setzt bei der Demografie auf das bewährte Rezept. Erst legt sie ein schwammiges Konzept vor, lässt es dann breit diskutieren, präsentiert das Ergebnis erneut, um es irgendwann zu beschließen. Das erzeugt eine Menge Getöse, ohne dass wirklich viel passiert wäre. Beim Finanz- und beim Energiekonzept war es ähnlich. Dahinter mag die Absicht von Ministerpräsident David McAllister stecken, Politik aktiv gestalten zu wollen. Es geht aber wohl auch darum, im Landtagswahlkampf Erfolge vorweisen zu können.
Dass die Bevölkerung im Nordwesten weiter wächst, während im Südosten langsam die Lichter ausgehen, ist längst bekannt. Die Folgen für den Arbeitsmarkt, die Schulen oder die Gesundheitsversorgung hat bereits vor Jahren eine Kommission des Landtags prognostiziert. Passiert ist seitdem allerdings herzlich wenig. Wenn die Regierung den Wandel nicht nur verwalten will, müssen irgendwann auch konkrete Schritte folgen. Kreisfusionen oder Schulschließungen sind vor der Wahl aber nicht zu erwarten.
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