Auf seine wohl ungewöhnlichste Reise dieses Jahres begibt sich am Wochenende Wirtschaftsminister Jörg Bode. Der FDP-Politiker fliegt mit seinem Sprecher Christian Budde und einigen Flaschen Jever-Bier nach Dallas, um den deutschen TV-Star Konny Reimann auf dessen Ranch in der Nähe der texanischen Metropole zu besuchen. Bode und Reimann hatten sich im vergangenen Jahr in Houston kennengelernt und lange geplaudert. Am Ende lud der berühmte Auswanderer den Minister zum Grillen ein. Es sei toll in den USA, aber er vermisse das Jever-Bier, bekannte Reimann damals. Bode verstand das als Auftrag. Zusammen mit der Außenhandelskammer habe man jetzt genug Bier organisiert, erklärte Sprecher Budde. Der Minister betonte übrigens, dass er die Reise aus der Privatschatulle bezahle. Anschließend fliegt er dienstlich weiter nach Seattle und Chicago.
Zum traditionellen Spargelessen der Landes-CDU gehört auch mindestens eine köstliche Anekdote von Landeschef David McAllister rund um das Stangengemüse. Diesmal erzählte der Ministerpräsident vom Gouverneur der argentinischen Provinz Santa Fe, der ihn beim Besuch in Hannover in dieser Woche gefragt habe, ob man in Niedersachsen jeden Tag Spargel esse. Spargel und Grünkohl seien der „niedersächsische Zweiklang“, erklärte McAllister dem Gast, was diesen nicht viel schlauer gemacht haben dürfte. Und weil im Moment genug davon da ist, packte McAllister gleich noch eine Kiste Spargel für Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Auto, wohl um sie vor dem Energiegipfel milde zu stimmen.
Wenn der Ministerpräsident nicht zu Hause ist, fallen die Grünen in dessen Heimatregion ein. Zum 60. Geburtstag des Abgeordneten Hans-Jürgen Klein schmetterten Fraktionschef Stefan Wenzel, die Abgeordneten Ursula Helmhold und Enno Hagenah, Sprecher Rudi Zimmeck und Mitarbeiterin Andrea Budlofsky in Wanna bei Bad Bederkesa (Landkreis Cuxhaven) ein selbst gedichtetes Lied. „Wir lieben die Stürme, die brausenden Medien, der eiskalten Mehrheit raues Gesicht. Wir sind schon der Wahlen so viele gezogen und dennoch sank unsere Laune nicht“, trällerten die Grünen. Sie seien dafür von den rund 80 einheimischen Gästen gefeiert worden, betonte Zimmeck.
