Berlin - Der Bundestag mahnt ein verstärktes Engagement für Regional- und Minderheiten-Sprachen an. In einer fraktionsübergreifenden Resolution, die am späten Donnerstagabend mit großer Mehrheit verabschiedet wurde, fordert das Parlament von der Bundesregierung unter anderem die Einberufung einer nationalen Sprachkonferenz und die Erarbeitung eines Gesamtkonzepts. Sprachen wie Friesisch und Sorbisch müssten in Schulen, Hochschulen und Medien stärker als bisher zur Geltung kommen.

Die Initiatoren des Gruppenantrags leisteten bei der abendlichen Debatte bereits einen kleinen Beitrag zur Sprachpflege. Die Abgeordneten Wolfgang Börnsen (CDU), Karin Evers-Meyer (SPD, Zetel) und Torsten Staffeldt (FDP, Bremen) hielten ihre Reden weitgehend auf Plattdeutsch,

2011 hatte der Europarat Alarm geschlagen: So werde etwa das Nordfriesische nur noch von rund 8000 Menschen gesprochen und sei akut vom Aussterben bedroht.