OLDENBURG/LUEBECK

Militärbischof Peter Krug hat es als

„voreilig“ zurückgewiesen, aus Vorfällen wie jüngst in Rendsburg auf

rassistische Tendenzen in der Bundeswehr zu schließen. Soldaten seien

ein „Spiegel der Gesellschaft“, sagte der Oldenburger Bischof zum

Auftakt der 52. Gesamtkonferenz der evangelischen Militärgeistlichen

in Lübeck. Es werde in der Bundeswehr darauf geachtet, dass sich

solche Entwicklungen nicht ausbreiteten. In Rendsburg war ein Video

mit rassistischen Ausbildungsmethoden gedreht worden.

An der Konferenz nehmen bis Freitag knapp 100 evangelische

Militärseelsorger teil. Thema ist diesmal das christliche

Glaubensbekenntnis. Es gebe sowohl bei christlichen als auch bei

konfessionslosen Soldaten ein starkes Bedürfnis, nach den Grundlagen

der christlichen Religion zu fragen, sagte Marine-Militärdekan Klaus

Grunwald aus Flensburg.

Das Evangelische Kirchenamt für die Militärseelsorge werde im Juli

von Bonn nach Berlin ziehen, kündigte Militärbischof Krug an. Die

Einweihung in dem Gebäude am Bahnhof Zoo soll am 10. Oktober

stattfinden.