Oldenburg/Hannover - Die rot-grüne Landesregierung erwägt offenbar, die regionale Kulturförderung und die Denkmalpflege in Niedersachsen zu reformieren. Statt wie bisher die Verteilung der Fördergelder über die Landschaftsverbände zu organisieren, ist eine „Landesarbeitsgemeinschaft“ im Gespräch.

Die Regierung steht unter Sparzwang, weil sie unter anderem den Wegfall der Studiengebühren kompensieren muss. Als Ausgleich solle nun wohl die Kultur- und Denkmalpflege „geschröpft“ werden, argwöhnt der CDU-Landtagsfraktionsvize Jörg Hillmer.

Einige Kultur- und Landschaftsverbände befürchten die „Zentralisierung“ der Förderung und die Kürzung der Etats. Das Wissenschaftsministerium widerspricht: „Von Zentralismus kann keine Rede sein. Das Gegenteil ist der Fall“, so Ministeriumssprecher Werner Nording. Die Kulturförderung über die Landschaftsverbände solle unverändert fortgesetzt werden.

Davon geht auch die Oldenburgische Landschaft aus: „Nach meinen Informationen soll sich bei er Vergabe der Gelder über die Landschaften nichts verändern“, sagt deren Präsident Thomas Kossendey. Die Landschaft hat 2012 insgesamt 350 000 Euro für Projekte im Oldenburger Land verteilt.

Die endgültige Entscheidung über die künftige Förderung soll im Sommer fallen.