Bad Zwischenahn - Mit einem deutlichen Ergebnis haben die Delegierten beim Parteitag des CDU-Landesverbands Oldenburg am Sonnabend in Bad Zwischenahn (Kreis Ammerland) ihren Vorsitzenden Franz-Josef Holzenkamp im Amt bestätigt. Der Bundestagsabgeordnete aus Emstek (Kreis Cloppenburg), seit 2009 Vorsitzender des Landesverbands, erhielt bei seiner Wiederwahl 96,1 Prozent der Stimmen und übertraf damit das Ergebnis (93,6 Prozent) von vor zwei Jahren.
Neben den Vorstandswahlen und zahlreichen Berichten stand ein Leitantrag im Mittelpunkt, der später einstimmig verabschiedet wurde. Darin gibt es ein klares Bekenntnis zur Familie, aber auch deutliche Aussagen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Einen großen Bereich des Leitantrags nimmt der Bereich Bildung ein. Die CDU im Oldenburger Land spricht sich gegen die Abschaffung von Zeugnisnoten in der Grundschule aus.
„Den Ausbau von Ganztagsangeboten unterstützen wir weiter. Wir bekennen uns zu einem differenzierten und vielfältigen Schul- und Bildungsangebot in Niedersachsen. Die aktuelle Entwicklung um den Ausbau von Gesamtschulen und ein Ausbluten von Gymnasien werden wir nicht hinnehmen“, so Franz-Josef Holzenkamp. Gefordert werden zudem Investitionen in die Infrastruktur, ein neuer Entwurf des Landesraumordnungsprogramms sowie der Erhalt der Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser. Hier müsse auch das Vergütungssystem verbessert werden.
Der Vorsitzende der CDU Niedersachsen, David McAllister, kündigte für den Parteitag 2016 ein neues Grundsatzprogramm an. Dieses sei wichtig für anstehenden Kommunalwahlen und die nächste Landtagswahl. „Unsere Partei muss jünger, weiblicher und bunter werden“, so McAllister. Wer als Spitzenkandidat die CDU in den Landtagswahlkampf ziehen werde, werde im Herbst 2016 entschieden. „2017 wird eine große Herausforderung für uns mit der Bundestagswahl und der Landtagswahl, die aber vielleicht erst im Januar 2018 stattfindet.“
