CELLE - CELLE/DPA - Der Streit um Schmerzensgeld für ein Opfer des Terroranschlags von Djerba geht in die nächste Runde. Der bei dem Attentat im Jahr 2002 schwer verletzte sechsjährige Junge fordert von der TUI-Tochter 1-2-Fly 100 000 Euro und eine monatliche Rente. Morgen, Donnerstag, beginnt vor dem Oberlandesgericht Celle der Berufungsprozess. Nach Ansicht der Eltern hatte der Reiseveranstalter nicht ausreichend über mögliche Terrorgefahren informiert. Das Landgericht Hannover hatte die Klage abgewiesen. In der Begründung hieß es, Terroranschläge gehörten zum Lebensrisiko.

Der kleine Adrian Esper aus Bergkamen in Nordrhein-Westfalen hatte bei dem El-Kaida-Anschlag auf der tunesischen Ferieninsel Djerba schwerste Verbrennungen an 40 Prozent seiner Haut erlitten. 22 Menschen starben, als Terroristen am 11. April 2002 vor der Synagoge einen Tankwagen explodieren ließen.