Ritterhude - Die Äußerungen von Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) zu der explodierten Chemiefabrik in Ritterhude haben ein juristisches Nachspiel. Die Geschäftsführung der Entsorgungsfirma für Chemieabfälle stellte beim Verwaltungsgericht in Hannover einen Eilantrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung. Das Ministerium müsse nun eine Stellungnahme dazu abgeben, sagte ein Gerichtssprecher am Mittwoch. Eine Entscheidung in dem Verfahren werde es frühestens Ende Februar geben.
Nach Aussage von Wenzel soll Organo Fluid jahrelang Sondermüll ohne Genehmigung verbrannt haben. Dagegen wehren sich die Chefs des Unternehmens. Sie schickten eine Unterlassungserklärung an den Minister, die dieser aber nicht unterschrieben hat. Die Fabrik war im vergangenen September nach einer Explosion in Flammen aufgegangen. Ein Mitarbeiter kam dabei ums Leben.
