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Corona-Landes-Verordnung Niedersachsen hält an strikteren Regeln für Schulschließungen fest

Michael Evers Dpa

Hannover - Niedersachsen hält vorerst an den bestehenden Regeln für Schulschließungen in der Corona-Krise fest, auch falls die geplante Bundes-Notbremse eine großzügigere Praxis erlaubt. Dies bedeutet, dass Schulen wie bisher ab einer Inzidenz von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen weitgehend ins Distanzlernen wechseln, teilte das Kultusministerium in Hannover am Mittwoch mit. Ausgenommen sind Grundschulen und Abschlussklassen, die im Wechselmodell offen bleiben.

Die Bundes-Notbremse soll Schulschließungen nach bisherigem Stand erst ab einer Sieben-Tages-Inzidenz von 200 verbindlich vorschreiben. Niedersachsen wird die eigene, striktere Praxis, aller Voraussicht nach in der neuen Landes-Corona-Verordnung, die von Montag an gilt, für weitere drei Wochen festschreiben.

Großzügigere Öffnungen in Zukunft?

Die an Niedersachsens Schulen gerade angelaufene systematische Teststrategie werde allerdings auch beobachtet und analysiert, sagte ein Kultusministeriumssprecher. Erste Rückschlüsse, auch mit Blick auf eine möglicherweise großzügigere Öffnungspraxis, seien aber erst in etwa drei Wochen verlässlich möglich, wenn sich die Testpraxis eingespielt habe.

Schüler, Lehrer und sonstiges Schulpersonal ist seit Wochenbeginn dazu verpflichtet, zweimal wöchentlich vor Schulbesuch einen Selbsttest vorzunehmen. Dazu hat das Land Millionen von Testkits beschafft, die an die Schüler ausgehändigt werden. Die Testpflicht wurde in die Corona-Verordnung des Landes aufgenommen.

Lehrer stimmen Landesregierung zu

Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte (VNL/VDR) forderte die Landesregierung zu einem Festhalten an der bisherigen Praxis auf. „Wir lehnen die von der Bundesregierung beschlossene bundesweite Vorschrift kategorisch ab, Schulen erst bei Überschreitung eines Inzidenzwertes von über 200 zu schließen“, sagte der Landesvorsitzende des Verbandes, Torsten Neumann. Der Schutz für Schüler und Lehrer sei damit nicht mehr gewährleistet. „Klassenräume, Schulen und Schulweg müssen von der Politik endlich als Pandemietreiber anerkannt werden, alles andere ist gefährlich realitätsfremd.“

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