DELMENHORST - Der Flüchtlingsrat Bremen setzt sich für einen 28-jährigen Kosovaren ein, der aus Delmenhorst abgeschoben werden soll, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Der Mann lebt laut Flüchtlingsrat seit 1993 mit seinen Eltern und elf Geschwistern in Delmenhorst.

Der 28-Jährige verfüge über eine Aufenthaltsbefugnis und eine Fiktionsbescheinigung. Auch seine komplette Familie lebe in Deutschland. Doch nun drohe ihm die Ausländerbehörde in Delmenhorst mit der Abschiebung am 31. Mai nach Serbien – ein für ihn fremdes Land. Die Behörde begründe die Abschiebung damit, dass der Kosovare straffällig geworden sei.

Der Flüchtlingsrat kritisiert das Vorgehen und entschuldigt das Verhalten des 28-Jährigen. Dem Mann sei, wie so vielen ausländischen Jugendlichen, keine Chance gegeben worden. Dies hätte zu Frust geführt. So würden junge Menschen sozial ausgegrenzt.