Im Nordwesten - Wenn im Januar der neue Afghanistan-Einsatz „Resolute Support“ beginnt, ist der Nordwesten des Landes besonders stark vertreten. So stellt das Delmenhorster Logistikbataillon mit 124 beteiligten Soldaten das bundesweit größte Kontingent der bis zu 850 beteiligten Soldaten aus Deutschland. Eine entsprechende Information der NWZ  hat Oberstleutnant Thomas Kolatzki vom Einsatzführungskommando der Bundeswehr auf Nachfrage bestätigt.

Weitere Soldaten aus der Region stammen laut Kolatzki, Sprecher für das Einsatzgebiet Afghanistan, aus Wilhelmshaven (fünf Soldaten), Wittmund (zwei) und Leer (drei) in Ostfriesland. Drei Kräfte entsendet das Bundeswehr-Krankenhaus in Westerstede (Landkreis Ammerland). Somit stammen insgesamt 137 der bis zu 850 beteiligten deutschen Soldaten aus der Region.

Am 31. Dezember wird der Einsatz der Internationalen Schutztruppe in Afghanistan, ISAF, beendet. Dann werden alle Kampftruppen abgezogen sein. Am 1. Januar beginnt die Nachfolgemission „Resolute Support Mission“ (RSM). Dabei geht es darum, die afghanischen Sicherheitskräfte auszubilden und zu beraten.

Das Delmenhorster Logistikbataillon 161 ist Teil der logistischen Unterstützung der Einsatzkräfte. Es führt die unterstellten Einheiten und stellt deren Einsatzbereitschaft sicher. „Ohne die Logistiker läuft im Einsatz nichts", begründet Oberstleutnant Kolatzki die hohe Beteiligung Delmenhorster Soldaten. Beim bevorstehenden RSM-Einsatz seien die Fähigkeiten der Delmenhorster Logistiker in besonderem Maße gefordert, um die Basis dafür zu schaffen, afghanische Sicherheitskräfte auszubilden.

Bei der auslaufenden ISAF-Mission ist das Delmenhorster Logistikbataillon mit 113 Soldaten vertreten. Weitere Soldaten aus der Region stammen aus Oldenburg (einer), Wilhelmshaven (acht), Wittmund (acht), Schortens (25), Leer (drei) und Osterholz-Scharmbeck (einer).

Die Bundeswehr ist seit 13 Jahren in Afghanistan stationiert, zurzeit mit rund 1300 Soldaten. Zeitweise waren bis zu 5350 deutsche Soldaten dort. 55 Soldaten ließen in dem bisher gefährlichsten Einsatz der Bundeswehr ihr Leben, 35 davon wurden bei Anschlägen oder in Gefechten getötet.