Der FDP-Fraktionschef traut sich endlich. Christian Dürr (34) will im Sommer seine langjährige Freundin Jennifer Ahrendt (32) heiraten. Die kirchliche Hochzeit soll am 4. August im heimischen Ganderkesee steigen. Eigentlich hätte Dürr die Sache gerne noch etwas geheim gehalten, doch Vizekanzler Philipp Rösler plauderte beim FDP-Landesparteitag in Hameln aus dem Nähkästchen. Dürr hat aus der Not eine Tugend gemacht und schnell per Handy erste Einladungen verschickt.

Die durchaus ernst gemeinte Kuba-Reise von Landwirtschaftminister Gert Lindemann (CDU) sorgt in Hannover inzwischen für allgemeine Erheiterung. Auslöser dafür war eine Pressemitteilung der Linken. „Wir begrüßen jeden Schritt, das von der US-Regierung seit Jahrzehnten gegen Kuba verhängte Wirtschaftsembargo zu durchbrechen“, hatte Linken-Fraktionschef Hans-Henning Adler (Oldenburg) darin erklärt. „Deutschland unterhält kein Handelsembargo mit Kuba“, konterte Ministeriumssprecher Christian Wittenbecher den Beifall aus der unerwarteten Ecke. Das sei „die Kiste“ der USA. Lindemanns Sprecher fügte sicherheitshalber noch hinzu, dass der Minister einen „gesunden Lebenswandel“ führe und deshalb keine Zigarren rauche.

Die Wahlschlappe eines CDU-Kandidaten sorgte überraschend für Jubel beim Koalitionspartner FDP. Der CDU-Abgeordnete Karl-Ludwig von Danwitz verlor bei der Aufstellung der Landtagskandidaten in Soltau gegen seinen Herausforderer Lutz Winkelmann. Der wiederum ist der Bruder der FDP-Europaabgeordneten Gesine Meißner. Sie habe den Bruder zur Kandidatur ermutigt, erklärte Meißner – und fügte schmunzelnd hinzu: „Ich bin das gelbe Schaf in einer schwarzen Familie.“

Die Grünen führen einen literarischen Streit über die „Sicherheitskriterien“ für die Beherbergung des zehn Monate alten „Fraktionsbabys“ Hanna-Lotte im Mutter-Kind-Büro. Die jüngst erfolgte Anschaffung eines sogenannten Laufstalls wurde aus dem Nachbarbüro durch den Aushang eines Rilke-Zitats aus dem „Panther“ kommentiert: „...und hinter tausend Stäben keine Welt!“. Die Kindsmutter und Fraktionsreferentin Andrea Budlofsky konterte mit einem Knittelvers von Heinz Erhardt: „Das Leben beginnt auf alle Fälle in einer Zelle. Und manchmal endet’s auch – bei Strolchen – in einer solchen!“