„Sparen wird schwierig und schmerzhaft“, Ð -Bericht vom 5. Januar.

Ist es wirklich nur der eiserne Wille zum Sparen oder steckt auch eine gewisse Trotzreaktion auf den Frust um das gescheiterte Rathaus in Jaderberg dahinter, was die Jader SPD sogar sozialdemokratische Grundsätze aufgeben lässt? Einsparungsvorschläge zu Lasten von Kindern und Mitarbeitern der Gemeinde kann nur jemand machen, der selbst davon nicht betroffen ist. Ich möchte aber nur näher auf folgenden Vorschlag eingehen, „ . . .  das Strandbad Sehestedt bis 2012 zu privatisieren, und kommt eine Privatisierung nicht in Frage, soll es geschlossen werden.“

Fast gleichzeitig stimmen die Ratsmitglieder der gleichen Partei aber dafür, den Tourismus in der Gemeinde zu fördern.

Wenn ich zurückdenke, welche Mühen und Anstrengungen, z. T. sogar Kämpfe in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten notwendig waren, um diesen in unserer Gemeinde wichtigen Erholungsbereich für Heimische, Feriengäste und Touristen unter allen Umständen zu erhalten, dann frage ich mich, was plötzlich in die SPD gefahren ist, wenn sie das alles aufgeben will. Ein Bad zu unterhalten ist für den Betreiber, egal wo, fast immer ein Zuschussgeschäft, für die Bevölkerung und deren Lebensqualität u. a. aber von unschätzbarem Wert.

Die Gemeinde hat das Strandbadgelände vom Domänenamt gepachtet. Eine Privatperson käme juristisch als Pächter überhaupt nicht in Frage . . .

Dieter Bloem, 26349 Jade