Nein, den typischen FDP-Politiker erkennt man im Alltag nicht, meint zumindest Partei- und Fraktionschef Philipp Rösler. Es gebe nur einen, der bei Partys zugebe, dass er von der FDP sei: Christian Dürr. „Der sagt sogar zu später Stunde, er wäre Umweltminister“, verriet Rösler beim Parteitag in Osnabrück den Delegierten. Das komme bei den Frauen gut an. Schallendes Gelächter im Saal. Nur der Landtagsabgeordnete aus Ganderkesee hätte sich am liebsten unter den Tisch verkrochen. „Das mit dem Umweltminister war ein Versprecher“, räumte Dürr später ein – bei einer Party auf Mallorca.

Kleine Panne beim Bundeswehr-Abschied im Landtag. Als sich die Tür zum Plenarsaal öffnete, erwarteten die Soldaten Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) und erhoben sich von ihren Plätzen. Herein kam stattdessen aber CDU-Fraktionschef David McAllister. Der machte die Überraschung perfekt, als er zielstrebig zur Kabinettsbank marschierte und grinsend auf dem Sessel von Wulff Platz nahm. Probesitzen für den Ernstfall, sozusagen. Wulff kam übrigens kurze Zeit später und setzte sich protokollgerecht zu den Soldaten.

Eng ist es im CDU-Fraktionssaal, obwohl die Fraktion 23 Mitglieder weniger hat als in der vergangenen Legislaturperiode. Die überflüssigen Stühle wurden abgebaut, die Tische umgestellt. „Wir haben es geschafft, dass wir genauso wenig Platz haben wie vorher“, frotzelte der Abgeordnete Jens Nacke aus Wiefelstede.

Keinen Platz fand Ralf Briese bei der großen Polizeiübung in seiner Heimatstadt Oldenburg. Der Polizeiexperte der Grünen-Landtagsfraktion wollte sich zur Beobachtung anmelden, wurde nach eigener Aussage aber abgewiesen – ohne Begründung. Selbst für Parlamentarier heißt es manchmal: Wir müssen draußen bleiben.