NWZ
. Das Engagement verdient größten Respekt.Seinen Angaben zufolge war gegen 3.50 Uhr ein telefonischer Hinweis auf der Wache eingegangen. Der Anrufer teilte mit, dass sich ein Mann im Bereich der Huntebrücke das Leben nehmen wolle. Daraufhin fuhren zwei Beamte im Streifenwagen zu der Brücke der A 29.
Es regnete und stürmte, als die beiden Polizisten in der Dunkelheit aus dem Wagen stiegen. Auf der Brücke war weit und breit niemand zu sehen. Vorsorglich machten sich die Beamten auf die Suche. Einer blieb auf der Brücke, sein Kollege stieg die Böschung hinab.
Kurze Zeit später hielt ein Auto auf der Brücke. Ein 33-Jähriger stieg aus und kletterte sogleich über das Geländer. Der Polizist erkannte sofort die Situation und sprach den Mann an. Ohne Erfolg. Der muskulöse, etwa 110 Kilogramm schwere Mann reagierte nicht auf die Worte.
Schon im nächsten Augenblick ließ sich der Mann nach vorne fallen. Für ihn wäre jede Hilfe zu spät gekommen, wenn nicht in diesem Augenblick eine kräftige Sturmböe geweht hätte. Der heftige Wind drückte den Körper zurück. Der 56-jährige Polizeihauptkommissar nutzte diese Situation, um blitzschnell zuzugreifen. Er packte den Mann am Hals und hielt ihn fest. In diesem Moment bestand die Gefahr, dass der Polizist mit in die Tiefe gezogen werden könnte. Dem körperlich deutlich unterlegenen Beamten gelang es mit enormer Kraftanstrengung, den 33-Jährigen über das Geländer zurück auf den Seitenstreifen der Brücke zu ziehen.
Dort kam es zu einem kurzen Gerangel. Der 33-Jährige wehrte sich gegen den Zugriff seines Lebensretters. Mit Unterstützung des herbeigeeilten zweiten Beamten wurde der offensichtlich psychisch Kranke überwältigt und dann in eine Klinik gebracht.
