Loy/Hannover - Die Opposition im niedersächsischen Landtag hat die geplante Wiederaufnahme des Ausbildungsbetriebs an den beiden Landesfeuerwehrschulen Celle und Loy im Landkreis Ammerland begrüßt. Die Proteste gegen die Entscheidung der Landesregierung, dort Flüchtlinge unterzubringen, hätten gewirkt, sagte CDU-Fraktionschef Björn Thümler. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) habe die „Notbremse“ gezogen. Auch die FDP zeigte sich zufrieden: „Es ist gut, dass die Nutzung zur Flüchtlingsunterbringung nur kurzfristig war“, sagte der innenpolitische Sprecher Jan-Christoph Oetjen.

Ministerpräsident Weil hatte am Mittwoch auf Facebook bekanntgegeben, dass die Niedersächsische Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in zwei Wochen wieder für ihren eigentlichen Zweck zur Verfügung stehen werde. „Die Unterbringung von Flüchtlingen dort war vorübergehend zwingend notwendig und ist niemandem leicht gefallen“, betonte er. Die Ausbildung von Feuerwehr und Katastrophenschutz sei aber absolut wichtig und werde deshalb bald wieder möglich sein.

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Eine gute Nachricht für alle Aktiven bei Feuerwehr und Katastrophenschutz: Die Niedersächsische Akademie für Brand- und...

Posted by Stephan Weil on Dienstag, 29. September 2015

Die CDU hatte bereits zuvor heftige Kritik daran geübt, die Feuerwehrschulen zugunsten von Flüchtlingen vorübergehend zu schließen. „Die Entscheidung hat diejenigen unverhältnismäßig stark benachteiligt, die sich dieser Tage in besonderer Weise bei der Flüchtlingsunterbringung engagieren“, sagte Thümler.

Das Innenministerium hatte seine Entscheidung in der vergangenen Woche mit dem starken Zuzug von Flüchtlingen begründet. Auch Hamburg, Baden-Württemberg oder Brandenburg hätten schon Flüchtlinge in ihren Landesfeuerwehrschulen untergebracht, ebenfalls unter massiver Einschränkung des Ausbildungsbetriebes, hieß es.