Oldenburg - Die Unternehmen sollen sich mehr um die Frauen als künftige Führungskräfte kümmern. Das empfahl der Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) am Freitagabend beim traditionellen „Abend im Schloss“ der Wirtschaftlichen Vereinigung Oldenburg – Der Kleine Kreis.
Es sei „abenteuerlich“, über Nachwuchsmangel zu reden, wenn man jenen Teil der Bevölkerung der – gemäß Schul- und Hochschulnoten – der klügere sei, nicht in Spitzenpositionen hole, sagte Gabriel vor rund 120 Unternehmern und Repräsentanten des öffentlichen Lebens im Oldenburger Schloss. Die Betriebe sollten überlegen, welche Bedingungen geschaffen werden müssten, um nicht nur Beruf und Familie, sondern auch Familie und Karriere vereinbar zu machen.
Als zentrale Herausforderungen neben dem Fachkräftemangel nannte der Minister den Breitbandausbau und die Senkung der Energiekosten durch geringere Abgaben.
Professor Dr. Heinz-W. Appelhoff, Vorsitzender des Kleinen Kreises, rief dazu auf, Mittel im Bildungssystem gezielter zu verwenden, um alle Bildungspotenziale auszuschöpfen. Er sprach die Abschaffung von „Warteschleifen“ und die Aufwertung der dualen Ausbildung an. Wichtig seien auch der Ausbau von Strom- und Breitbandnetz, mehr Marktwirtschaft in der Ökostromproduktion und der Bau der Küstenautobahn A20.
Die zusammengekommene Spendensumme von gut 25 000 Euro geht an die Jugendwerkstatt Sozialer Briefkasten (Löningen), das Kinderschutz-Zentrum Oldenburg, die Carlo-Collodi-Schule (Westerstede) sowie das Hospiz St. Peter (Oldenburg).
