Um diesen Artikel zu lesen, schließen Sie eines unserer Angebote ab oder loggen sich als Abonnent ein. Alle Inhalte auf NWZonline und in der NWZ-Nachrichten-App stehen Ihnen dann uneingeschränkt zur Verfügung.
FRAGE:
Sozialdemokraten aus dem Raum der Metropolregion Bremen-Oldenburg bilden jetzt ein Koordinierungsgremium für diese Metropolregion. Was steckt dahinter?
WULF
: Wir wollen uns noch stärker vernetzen, um eine enge, vertrauensvolle und verbindliche Zusammenarbeit zwischen Bremen und den niedersächsischen Nachbarkreisen, Nachbarstädten und Nachbargemeinden als gleichberechtigte Partner voranzubringen. Wir haben in den verschiedenen Gremien, sowohl in der Metropolversammlung als auch im Beirat, unsere Leute. Aber eben auch in den Kommunen: Landräte und Bürgermeister. Die Arbeit dieser verschiedenen Instanzen soll durch den Sprecherkreis koordiniert werden.
FRAGE:
Haben sich denn die Sozialdemokraten bisher nicht genug vertreten gefühlt bezüglich der Metropolregion?
WULF
: Nein, eigentlich im Gegenteil. Wir gehörten zu den Initiatoren der Metropolregion. Aber wir wollen noch gezielter daran mitwirken, eine starke Nordwest-Region zu schaffen. Eine Region, die den Menschen Perspektiven und der Wirtschaft Entwicklungspotenziale bietet – über die engen Grenzen von Gemeinden und Bundesländern hinweg. Wir Sozialdemokraten brauchen eine Stimme, um in der Metropolregion den sozialen Zusammenhalt und die wirtschaftliche Entwicklung als zwei Seiten einer Medaille voranzutreiben.
FRAGE:
Wie wichtig ist aus Ihrer Sicht die Metropolregion überhaupt?
WULF
: Ich glaube, dass ihre Bedeutung noch nicht hinreichend erkannt wird. Es gibt eine Menge guter Kooperationen. Ich denke dabei an die Hochschulen, den kulturellen Bereich und die Verkehrspolitik. Oder nehmen wir zwei ganz bedeutende Projekte: den Jade-Weser-Port – mit all seinen Folgen wie Bahnlärm etc. – und die European Medical School. Der geplante Medizinstudiengang in Oldenburg ist ein zentrales Projekt, das die Bremer sehr interessiert.
Wolfgang Wulf
ist SPD-Landtagsabgeordneter aus Oldenburg. Im Landtag sitzt der 59-Jährige dem Ausschuss für Wissenschaft und Kultur vor und gehört dem Ausschuss für Europa-, Bundes- und Medienangelegenheiten an. Er ist Sprecher des Koordinierungsgremiums Metropolregion.