Hildesheim/Osnabrück/Goslar - Machtwechsel im Rathaus von Hildesheim: Neuer Oberbürgermeister wird Ingo Meyer, ein parteiloser Kandidat, der mit der Unterstützung von CDU, SPD und Grünen angetreten war. Er erhielt nach Angaben der Stadtverwaltung bei der Wahl am Sonntag 53 Prozent. Meyer übertrumpfte damit Kurt Machens (parteilos), der mit Unterbrechung seit 1991 in Hildesheim regiert hatte und auf 41,7 Prozent der Stimmen kam. Auf den Kandidaten der rechtspopulistischen Bürgerbewegung pro Deutschland, Andreas Tute, entfielen 5,3 Prozent der Stimmen. In Hildesheim leben knapp 100 000 Einwohner.
In Osnabrück wird es zu einer Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters kommen. In zwei Wochen treten Wolfgang Griesert (CDU) und Birgit Bornemann (SPD) in der Entscheidungsrunde gegeneinander an. Nach Angaben der Stadt errang keiner der sechs Kandidaten bei der Wahl am Sonntag die erforderliche absolute Stimmenmehrheit. Nach Auszählung von 131 der 132 Stimmbezirke hatten Griesert mit 46,3 Prozent und Bornemann mit 33,8 Prozent die meisten Stimmen auf sich vereinigt. Der bisherige Amtsinhaber Boris Pistorius ist seit Februar niedersächsischer Innenminister.
Der CSU-Politiker Oliver Junk bleibt Oberbürgermeister von Goslar. Er erhielt bei der Wahl am Sonntag 93,7 Prozent der Stimmen, teilte die Stadtverwaltung mit. Auf Patrick Kallweit (NPD) entfielen 6,3 Prozent der Stimmen. Es handelte sich um eine vorgezogene Neuwahl, weil die Stadt Vienenburg am 1. Januar 2014 in die Stadt Goslar eingegliedert wird. Goslars Bürger hatten den aus Bayreuth stammenden Juristen Junk nach endlosen Querelen um den vorherigen SPD-Oberbürgermeister Henning Binnewies vor zwei Jahren mit großem Vorsprung ins Amt gewählt. Alle im Rat vertretenen Parteien verzichteten bei der Wahl auf einen Gegenkandidaten.
