Hannover - Die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) hat sich für schärfere Sanktionen gegen den Iran im Konflikt um Teherans Atomprogramm ausgesprochen. Die Bundesregierung und die EU müssten den Druck auf das Land weiter erhöhen, forderte die DIG in einer am Montag verbreiteten Erklärung. Berlin solle sich „notfalls auch im Alleingang dringend für weitere einschneidende Sanktionen auf allen Ebenen gegenüber dem Iran aussprechen“, heißt es im Text, der am Wochenende auf der DIG-Hauptversammlung in Hannover beschlossen wurde. Die EU hatte zuletzt Mitte Oktober die Sanktionen gegen den Iran verschärft.

Auch der Bürgerkrieg in Syrien und der Vormarsch radikaler Kräfte in Jordanien und Ägypten seien problematisch für die Lage Israels im Nahen Osten. „Angesichts der wiederholten Drohgebärden des Iran gegenüber Israel und der brisanten Entwicklungen in der Region unterstreichen wir in aller Deutlichkeit unsere Solidarität mit Israel und seinen Menschen“, erklärte die DIG. Deren Präsident, der ehemalige Wehrbeauftragte Reinhold Robbe (SPD), wurde in Hannover im Amt bestätigt.