GöTTINGEN - Der Gründer der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen, Tilman Zülch, hat dazu aufgerufen, langjährig geduldete Flüchtlinge vor Abschiebung zu schützen. „Wir müssen es vor allem den hier geborenen und aufgewachsenen Flüchtlingskindern ersparen, aus dem Land gejagt zu werden, das längst zu ihrer Heimat geworden ist“, forderte der 71-Jährige nach Angaben der Organisation vom Mittwoch zum Jahresende.

Große Sorgen mache er sich unterdessen um die Zukunft der assyro-chaldäischen Christen im Irak. Ihre Kirchen seien Ziel tödlicher Attentate extremistischer Islamisten, sagte Zülch besorgt. Um den Exodus der Christen aufzuhalten, fordere die GfbV eine Autonomie für ihr Hauptsiedlungsgebiet.