WILHELMSHAVEN/ HANNOVER - Trotz eines internen Streits um die
Auftragsvergabe rechnet Niedersachsens Wirtschaftsminister Walter
Hirche (FDP) mit einem planmäßigen Baubeginn des JadeWeserPorts.
Selbst wenn der unterlegene Bieter sowohl die Vergabekammer als auch
die nächst höhere Instanz, das OLG Celle, anrufen sollte, ist mit
einer Entscheidung im Sommer diesen Jahres zu rechnen, sagte Hirche
am Donnerstag im Landtag in Hannover.
Der Aufsichtsrat der
JadeWeserPort-Realisierungsgesellschaft wird an diesem Freitag einen
Vergabebeschluss fassen. Der technische Leiter der Gesellschaft war
wegen zu enger Kontakte zu einem der zwei Bewerber fristlos entlassen
worden.
Bei den Bewerbern um den rund 500 Millionen Euro teuren Bau
handelt es sich um ein Konsortium unter Führung des Baukonzerns
Hochtief (Essen) sowie um eine Bietergemeinschaft um das Papenburger
Bauunternehmen Bunte. Laut Medienberichten soll Hochtief den Zuschlag bekommen. Dagegen könnten die Konkurrenten, die ein günstigeres Angebot eingereicht haben sollen,
Beschwerde bei der Vergabekammer des Landes Niedersachsen einlegen
und notfalls vor Gericht ziehen.
Die Grünen im niedersächsischen Landtag hatten daher eine
Neuausschreibung für den Bau des Tiefwasserhafens gefordert.
Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Freitag in Ihrer NWZ.
