HANNOVE - HANNOVER/OLDENBURG/DPA - In vielen öffentlichen Gebäuden in Niedersachsen und Bremen dürfen Raucher nicht mehr zum Glimmstängel greifen. Seit dem 1. Juli gilt in den Stadtverwaltungen von Hannover, Hildesheim und Göttingen ein totales Rauchverbot. Nicht nur die Büros, sondern auch die Flure und teils die Dienstwagen sind nun rauchfreie Zonen. Andere Städte wie Stade, Lüneburg oder Wilhelmshaven haben bislang keine Regelungen zum Qualmen getroffen.
In Göttingen gelte das absolute Rauchverbot in den städtischen Gebäuden auch für Ratsmitglieder sowie alle Besucher und Gäste, sagte ein Stadtsprecher. Die Regelung solle das Passivrauchen verhindern und das Arbeitsklima verbessern.
Die Mitarbeiter der Stadt Hildesheim dürfen während der Arbeitszeit künftig nicht mehr rauchen. Das Verbot gelte in sämtlichen städtischen Gebäuden einschließlich der Treppenhäuser, Flure und Wartezonen, sagte Verwaltungssprecher Horst Richter. Die Dienstfahrzeuge seien ebenfalls rauchfreie Zonen. Den Rauchern bleibe nur eine Chance: „Aufhören“.
In den Sitzungssälen des Osnabrücker Rathauses herrsche bereits Rauchverbot, sagte Stadtsprecher Sven Jürgensen. „Schrittweise soll das Rauchverbot in allen Räumen der Stadtverwaltung eingeführt werden.“
Der Personalrat bei der Stadtverwaltung in Stade ist gerade dabei, die Stimmung unter den Mitarbeitern zu dem Thema zu erfragen. Nicht gequalmt werden darf dort derzeit in den Sitzungsräumen.
In Oldenburg herrscht bereits seit Mai 2004 ein Rauchverbot in allen öffentlichen Bereichen und Sozialräumen mit Publikumsverkehr. Teilen sich Raucher und Nichtraucher in der Verwaltung ein Büro, können sie sich untereinander einigen.
Für die Stadtverwaltung in Lüneburg ist ein Rauchverbot dagegen kein Thema. Es bestehe kein Bedarf für eine solche Regelung. In Lüneburg ist zu Beginn der 90er Jahre festgelegt worden, dass in Räumen mit Publikumsverkehr und in Sitzungsräumen nicht geraucht werden darf.
