HANNOVER - Die Arbeit der Härtefallkommission für abgelehnte Asylbewerber in Niedersachsen ist fast fünf Jahre nach ihrem Start weiterhin umstritten. Allerdings wenden sich zunehmend mehr Ausländer an das Gremium: Die Zahl der Fälle hat sich 2010 im Vergleich zum Vorjahr auf 264 fast verdoppelt.
Dies liege unter anderem daran, dass verstärkt Menschen aus dem Kosovo über die Härtefallkommission ein dauerhaftes Bleiberecht bekommen wollen, sagte die Vorsitzende der Kommission, Martina Schaffer, am Freitag in Hannover. Innerhalb des Gremiums herrscht nach wie vor Unmut über die hohen Hürden für eine Anerkennung als Härtefall.
Sechs von acht Mitgliedern müssen dafür ein positives Votum abgeben. Das stoße häufig auf viel Unverständnis, sagte der stellvertretende Vorsitzende, Dieter Dicke.
