HANNOVER - Die Fraktionen im Landtag suchen beim geplanten Atomausstieg eine gemeinsame Linie. Die CDU/FDP-Koalition will einen breiten gesellschaftlichen Konsens für den Umstieg auf erneuerbare Energien. Die SPD kündigte Gespräche mit Verbänden an. Die Grünen schlugen am Mittwoch sogar einen Ausstiegspakt vor. Sie warben um Unterstützung für einen Brief mit mehreren Forderungen an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).
Regierungsfraktionen und Opposition kritisierten in der Debatte dann allerdings ihre Energiekonzepte gegenseitig als unglaubwürdig und weltfremd. Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) sagte: Wir werden die erneuerbaren Energien weiter nach vorne bringen. Er vertraue auch auf den Willen der Opposition, einen Gesamtkonsens anzustreben. Ein neuer Energiekonsens ist dringend notwendig, erklärte SPD-Fraktionschef Stefan Schostok. Die Gespräche dürften aber nicht hinter geschlossenen Türen stattfinden.
Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel sagte an die Adresse von CDU und FDP: Wir trauen ihren Reden nicht, wir wollen Taten sehen. Im Merkel-Brief fordern die Grünen, die Laufzeit-Verlängerung für Atommeiler zurückzunehmen und Gorleben als möglichen Endlager-Standort aufzugeben.
