HANNOVER - Nach dem Auftreten deutlich erhöhter Krebsraten rund um das marode Salzbergwerk Asse bei Wolfenbüttel fordert die Landtags-Opposition mehr Transparenz bei der Aufklärung.
Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel verlangte im Anschluss an eine Sitzung des Umweltausschusses Offenheit im Umgang mit den alarmierenden Ergebnissen. Der Ad-hoc-Arbeitskreis des Gesundheitsministeriums, das Umweltministerium, der Landkreis Wolfenbüttel und das Bundesamt für Strahlenschutz müssten auch unabhängige Experten beteiligen.
Vorige Woche war bekanntgeworden, dass in der Umgebung des Bergwerks in den vergangenen Jahren mehr als doppelt so viele Leukämie- und dreimal so viele Schilddrüsenkrebs-Erkrankungen wie im statistischen Mittel aufgetreten waren.
Die SPD forderte, dass das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen (EKN) auch Krankheitsdaten aus anderen Regionen des Landes auswerten solle, die in direkter Nähe von Atomkraftwerken oder Atommülllagern lägen.
