HANNOVER - Seit rund sieben Monaten beschäftigt sich ein Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtages mit den Pannen im maroden Atommülllager Asse – jetzt sorgt ein Vorstoß, den Ausschuss abzubrechen, für Streit. „Eine Fortsetzung der Arbeit bringt uns nicht weiter“, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Dirk Toepffer. Er sprach sich dafür aus, den Untersuchungsausschuss vorzeitig zu beenden, weil keine neuen Erkenntnisse zu erwarten seien. Auch die FDP-Fraktion ließ Zweifel am weiteren Sinn erkennen.

Die Opposition von SPD, Grünen und Linken, die den Ausschuss im vergangenen Jahr beantragt hatten, lehnte ein vorzeitiges Ende dagegen ab. Es werde noch einiges „ans Tageslicht kommen“, sagte Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel.