HANNOVER - Niedersachsen hat nach jahrelangem Streit den Weg für eine Elbvertiefung freigemacht. Die CDU/FDP-Landesregierung stimmte am Dienstag dem von Umweltverbänden kritisierten Projekt zu. Durch die Vertiefung der Elbe sollen auch Containerschiffe mit einem Tiefgang von 14,5 Metern den größten deutschen Seehafen Hamburg anlaufen können.
„Es gibt keine Gründe mehr, das Einvernehmen zu versagen“, erklärte Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner (FDP) am Dienstag in Hannover. Bedenken hinsichtlich der Deichsicherheit und einer möglichen Versalzung seien ausgeräumt.
Mit der Ausbaggerung der Elbe kann voraussichtlich schon im Sommer dieses Jahres begonnen werden. Die Bauzeit ist mit 21 Monaten veranschlagt. Es wird mit Kosten von bis zu 600 Millionen Euro gerechnet.
Opposition, Umweltverbände und betroffene Kommunen kritisierten die Zustimmung des Landes und drohten mit Klagen.
