HANNOVER -
Ein Alleingang im Tarifkonflikt wird abgelehnt. „Verdi“ richtet sich auf eine lange Auseinandersetzung ein.
HANNOVER/SE - Mit seinen jüngsten Äußerungen zum Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst hat Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) Empörung bei den Gewerkschaften ausgelöst. Der Deutsche Beamtenbund habe kein Interesse, sich im Alleingang mit einzelnen Bundesländern auf eine Abschluss zu einigen, erklärte Beamtenbund-Chef Peter Heesen. Er sei erstaunt über die blühende Fantasie von Möllring. „Die Gewerkschaften werden sich nicht auseinanderdividieren lassen.“ Möllring hatte dieser Zeitung gesagt, der Beamtenbund habe vorgeschlagen, über die von Arbeitgebern geforderte 40-Stunde-Woche für die Landesbediensteten zu verhandeln, wenn sich das Land für den Erhalt eines einheitlichen Beamtenrechts auf Bundesebene einsetze. Kritik kam auch von der Gewerkschaft „Verdi“. Möllrings Versuch, die Gewerkschaften zu spalten, gehe ins Leere, sagte „Verdi“-Sprecher Ulf Birch. „Verdi“ geht davon aus, dass sich der Tarifkonflikt bis zum Winter ziehen kann. Mit einem schnellenEinlenken des Landes sei nicht zu rechnen.
