Hannover - Drei Wochen vor dem Landesparteitag der niedersächsischen AfD gibt es vier Bewerber für den Posten des Landesvorsitzenden. Wie erwartet gab der frühere Vize-Landeschef Jörn König (50) bekannt, dass er ins Rennen geht. „Ich kandidiere“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Der Ingenieur sitzt für die Rechtspopulisten im Bundestag.
Neben König gibt es bereits drei weitere Kandidaten für den Vorsitz. Der umstrittene frühere AfD-Landeschef Armin Paul Hampel (60) hat angekündigt, dass er noch einmal antritt. Auch die Chefin der AfD-Fraktion im niedersächsischen Landtag, Dana Guth (47), möchte gerne die Führung des Landesverbandes übernehmen. Dritter Bewerber ist der Bundestagsabgeordnete Dietmar Friedhoff (51) aus Neustadt am Rübenberge. Während Guth und König erklärte Gegner von Ex-Landeschef Hampel sind, sieht Friedhoff sich als Kandidaten, der die zerstrittenen Lager wieder einigen will.
Die niedersächsische AfD wählt am 7. und 8. April in Braunschweig einen neuen Landesvorstand. Im Januar hatte die AfD-Bundesspitze nach endlosen Querelen zwischen Gegnern und Befürwortern des früheren Landeschefs Hampel den gesamten Landesvorstand entmachtet. Seitdem wird die niedersächsische AfD von einem Notvorstand unter Leitung des Bundestagsabordneten Stephan Protschka geführt.
