HANNOVER - Das Land Niedersachsen will weiterhin Gebühren von seinen Studenten erheben, sagte ein Sprecher des Wissenschaftsministerium am Freitag. Er widersprach damit Medienberichten, die ein Ende der Studiengebühren in Aussicht gestellt hatten. Sie müssen zurzeit nur noch in Niedersachsen und Bayern gezahlt werden.
Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte am Donnerstag angekündigt, die Studiengebühren im Freistaat überprüfen zu lassen. Daraufhin hatte der Präsident der hannoverschen Leibniz Universität, Erich Barke, in der Berliner Tageszeitung „Die Welt“ vor einem Ende der Studiengebühren gewarnt: „Die deutschen Hochschulen sind nach wie vor unterfinanziert, durch Studiengebühren wird die Situation eindeutig verbessert.“
In Niedersachsen zahlen Studenten 500 Euro im Semester. Im Jahr 2010 sind nach Angaben des Ministeriumssprecher 100 Millionen Euro zusammengekommen.
