HANNOVER - HANNOVER/SE - Die Landesregierung will Frauen stärker vor prügelnden Partner schützen. Die Zahl der Beratungs- und Interventionsstellen für Opfer häuslicher Gewalt (BISS) soll deshalb von heute neun auf 33 im Jahr 2008 ausgebaut werden. Sozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) wertete die Arbeit von BISS als Erfolg. Opfer häuslicher Gewalt könnten ihr Leben so wieder selbst in die Hand nehmen.
Bislang wurde die Beratung in sechs ländliche Regionen in einem Modellversuch durchgeführt. Künftig sollen es flächendeckend im Land Anlaufstellen für betroffene Frauen geben. Nach Erkenntnissen des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) wurden 2003 in den Modellregionen rund 2000 Fälle häuslicher Gewalt angezeigt. Die Polizei informiert meist noch am gleichen Tage die Beratungsstellen. „Die Hilfe kommt zu den geschlagenen Frauen“, sieht von der Leyen den Vorteil der Einrichtungen. Nach dem Gewaltschutzgesetz von 2002 können prügelnde Partner bis zu 14 Tagen aus der Wohnung verwiesen werden.
