HANNOVER - Im Umfeld des maroden Atommülllagers Asse bei Wolfenbüttel ist die Zahl der Blutkrebs-Erkrankungen massiv angestiegen. Zwischen 2002 und 2009 wurden in der Samtgemeinde Asse im Landkreis Wolfenbüttel 18 Fälle – 12 Männer und 6 Frauen – von Leukämie festgestellt. Dies geht offenbar aus einem Vermerk des niedersächsischen Sozialministeriums hervor, der der Nachrichtenagentur dpa vorlag. Derzeit würden die Fälle noch überprüft – bis Mitte Dezember soll ein Bericht vorliegen.

Alle fünf Fraktionen im Landtag zeigten sich von den Ergebnissen betroffen. Sie seien ein Schock, sagte SPD-Fraktionschef Stefan Schostock. Die Diskussion um das marode Atommülllager habe damit eine neue Dimension erreicht. „Die Zahlen sind sehr besorgniserregend“, betonte Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel.