HANNOVER/BONN - Dem Herzchirurgen Prof. Axel Haverich von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist nach Überprüfung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) kein wissenschaftliches Fehlverhalten nachzuweisen. Zu diesem Ergebnis sei ein Ausschuss gekommen, teilte die DFG am Dienstag in Bonn mit.
Der Leibniz-Preisträger und sein Team waren von der Endrunde zum Deutschen Zukunftspreis 2008 ausgeschlossen worden. Die Nominierung galt der Entwicklung und erfolgreichen Transplantation sogenannter mitwachsender Herzklappen für Kinder. Von anderen Wissenschaftlern waren anschließend in verschiedenen Medien Vorwürfe gegen Haverich erhoben worden, insbesondere wegen angeblich fehlender Innovation seiner Arbeiten. Neben diesen Vorwürfen wurden auch konkurrierende patentrechtliche Ansprüche geltend gemacht.
