HANNOVER - Der Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, Thomas Osterroth, hat am Dienstag in Hannover eine zunehmende Gewaltbereitschaft gegenüber Beamten der Bundespolizei beklagt. Zwar sei die Zahl der Angriffe im vergangenen Jahr nur leicht von 147 auf 151 gestiegen. Jedoch sei die Bereitschaft, Bundespolizisten schon bei geringen Anlässen anzugreifen, gestiegen. Zudem sei eine größere Brutalität zu beobachten.

Ein Schwerpunkt der Angriffe seien Einsätze im Rahmen von Fußballspielen. Osterroth forderte Stadion- und Reiseverbote für gewaltbereite Fans sowie eine intensivere Strafverfolgung. Außerdem sprach Osterroth sich für ein generelles Alkoholverbot in Zügen aus: „Damit ist nicht jedes Problem gelöst, aber es wäre ein Beitrag, die Zahl der Straftaten zu reduzieren.“

Insgesamt registrierte die Bundespolizeidirektion in ihrem Zuständigkeitsbereich Niedersachsen, Bremen und Hamburg 2009 rund 52 000 Straftaten. Mit rund 18  000 Straftaten war das Kriminalitätsaufkommen in der Inspektion Hamburg am höchsten, gefolgt von Hannover (13 800), Bremen (10 600) und Bad Bentheim (7 600).