HANNOVER - HANNOVER/DPA - Niedersachsens Landtagspräsident Jürgen Gansäuer hält an einem umstrittenen Auftritt bei einer Festveranstaltung von Burschenschaften in Hannover fest. Die Grünen hatten den CDU-Politiker am Dienstag aufgefordert, dort nicht zu reden, weil es personelle Verbindungen zwischen Burschenschaften und rechtsextremen Parteien gebe.

Gansäuer sagte dazu: „Es ist unbestreitbar, dass es dort einige personelle Ausreißer gibt“. Dies könne aber nicht allen Mitgliedern angelastet werden. Gansäuer erklärte, er wolle in seiner Rede vor allem die demokratischen Traditionen der Burschenschaften betonen. „Ich werde mir erlauben, an diese Traditionen anzuknüpfen, sie in Erinnerung zu rufen und auf die Konsequenzen für die heutigen Burschenschaften hinzuweisen“, betonte der Landtagspräsident. Gansäuer will am 6. Mai bei einem Festkommers aus Anlass des 175-jährigen Bestehens der Uni Hannover reden. Veranstalter sind 21 Studentenverbindungen und Burschenschaften.