HANNOVER - HANNOVER/DPA - In der Debatte um Gewalt an Schulen hat Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann (CDU) vor übertriebenen Reaktionen gewarnt. „Die absolute Masse unserer Schulen ist nicht in die Kategorie ,Gewaltschule‘ einzuordnen“, sagte Busemann am Freitag in Hannover. „Die Diskussion gerät mir zu holzschnittartig.“ Es dürfe nicht der Eindruck erweckt werden, das ganze Schulsystem sei von Gewalt durchsetzt. Klassenräume gehörten nach wie vor zu den sichersten Orten in unserer Gesellschaft, sagte der Minister. Die SPD forderte, Busemann dürfe nicht aus „ideologischen Gründen“ am dreigliedrigen Schulsystem festhalten. „Die Perspektivlosigkeit vieler Hauptschüler muss bildungspolitisch angegangen werden“, sagte Gabriele Andretta für die SPD. „Dem darf sich auch der Kultusminister nicht entziehen.“