HANNOVER - CDU und FDP wollen im Zuge der Neuordnung des Glücksspiels zumindest übergangsweise Live-Wetten auf Sportveranstaltungen ermöglichen. Dies geht aus dem sogenannten Vorschaltgesetz der Regierungskoalition hervor, das in der kommenden Woche im Landtag verabschiedet werden soll.

Die Opposition lehnt das Gesetz ab. Die Bekämpfung von Spielsucht-Gefahren werde unterlaufen, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen, Enno Hagenah.

Das Gesetz soll den Glücksspielmarkt in Niedersachsen regeln, bis der neue Staatsvertrag am 1. Juli in Kraft tritt. Dieser gilt aber nur, wenn ihn mindestens 13 Länderparlamente endgültig gebilligt haben. Im Staatsvertrag werden die Live-Wetten untersagt.