HANNOVER - In der Cemag-Affäre sieht Wirtschaftsminister Jörg Bode seinen Vorvorgänger Walter Hirche (beide FDP) durch einen neuen Aktenvermerk aus dem Ministerium entlastet. Laut Bode hat ein Ministeriumsmitarbeiter darin seine zuvor geäußerten Vorwürfe zurückgenommen, Hirche habe gegen alle Bedenken die finanzielle Förderung des inzwischen insolventen Anlagenbauers Cemag aus Hameln angewiesen. Der Vermerk stammt nach Angaben des Ministers aus dem Jahr 2010, wurde aber erst jetzt entdeckt. Bode erklärte, nach der Aktenlage sei die Änderung der Förderung nicht auf Weisung, sondern wegen einer Anpassung an andere Bundesländer erfolgt. Der Landesrechnungshof, der Cemag-Förderungen in Höhe von 1,2 Millionen Euro gerügt hatte, soll nun erneut prüfen.
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
