HANNOVER - Niedersachsen will die Entwicklung des ländlichen Raums weiter voranbringen. Die Politiker sind sich über die Auswirkungen von Bevölkerungsschwund und Strukturwandel aber uneins.

Ein Antrag der Linken für eine Landeskonferenz zur Zukunft des ländlichen Raums fand am Freitag im Parlament keine Mehrheit. Es sei unzutreffend, dass die Wirtschaft sich in Niedersachsen auf Ballungsgebiete konzentriere und Armut, Strukturprobleme und Landflucht viele Landstriche dominierten, so der CDU-Abgeordnete Clemens Große Macke. Mit Konferenzen und zentralistischen Fünf-Jahres Plänen lasse sich die Zukunft nicht gestalten, sagte er.

Es gäbe genügend Studien, nun müsse gehandelt werden, sagten die Abgeordneten Karl Heinz Hausmann (SPD) und Christian Meyer (Grüne). Die Förderung von Betrieben müsse verbessert und die Gründung von Gesamtschulen erleichtert, das schnelle Internet ausgebaut und die Entwicklung von Zukunftstechniken auf dem Lande gefördert werden.

Das von den Linken gezeichnete bedrohliche negative Bild sei kontraproduktiv, kritisierte Niedersachsens Agrarministerin Astrid Grotelüschen von den Christdemokraten. „Die ländlichen Regionen sind eine wichtige Stütze für die zukunftsfähige Entwicklung unseres Landes.“

Die Sitzung am vergangenen Freitag war die letzte reguläre Sitzung der niedersächsischen Landtagsabgeordneten vor der parlamentarischen Sommerpause.