Hannover - Die Rückkehr des Wolfes nach Niedersachsen ist für das Land mit hohen Kosten verbunden. Das geht aus einer Antwort des Umweltministeriums auf eine Anfrage der FDP-Abgeordneten Horst Kortlang, Hermann Grupe und Stefan Birkner hervor.

Den dicksten Brocken bilden laut Ministerium die Präventionsmaßnahmen. Im Jahr 2017 beliefen sich die Ausgaben demnach auf etwa 487 500 Euro. Und in diesem Jahr wird die Vorbeugung noch teurer, denn bis zum 31. Juli 2018 fielen bereits 487 000 Euro an.

Einen weiteren hohen Kostenfaktor machen zudem die Ausgleichszahlungen für vom Wolf verursachte Nutztierschäden aus: So beliefen sich die Ausgaben im Jahr 2017 laut Ministerium auf rund 50 000 Euro. In diesem Jahr fielen bis zum 31. Juli etwa 33 000 Euro an.

Unterdessen verfolgt das Land eigenen Angaben zufolge keine Strategie zur zielgerichteten Vergrämung von Wölfen in besiedelten Gebieten. „Auf seinen Laufwegen durchstreift der Wolf mitunter zwangsläufig auch besiedelte Gebiete“, heißt es.