HANNOVER - HANNOVER/DPA - Der lang erwartete Entwurf der Landesregierung für ein Gesetz zur Gleichstellung Behinderter stößt auf scharfe Kritik der Behindertenverbände. „Es ist skandalös, wie schwammig und unverbindlich der Entwurf ist. Wenn das Gesetz so verabschiedet wird, geht es an der Realität vorbei“, sagte Kersten Röhr, Geschäftsführer der Lebenshilfe Niedersachsen. Es fehlten vor allem verbindliche Vorschriften für Städte und Gemeinden. „Kommunale Behörden müssen noch nicht einmal ihre Haupteingänge rollstuhlgerecht gestalten“, beklagte Röhr.

Nach dem Entwurf sei auch ein abgelegener Hinter- oder Nebeneingang ausreichend. „Das ist aus unserer Sicht diskriminierend.“ Es gebe zudem keine Vorschriften, in welchem Zeitraum alle Busse und Bahnen für Rollstuhlfahrer zugänglich gestaltet werden sollen.