HANNOVER - HANNOVER/DPA - Die niedersächsischen Grünen wollen als einer der letzten Landesverbände ein Ur-Prinzip der Partei kippen: Bei einem Sonderparteitag am Sonnabend sollen die strengen Rotations-Vorschriften gekippt werden. Sie legen fest, dass Abgeordnete bislang in der Regel maximal zwei Wahlperioden in einem Parlament arbeiten dürfen. Dies führte zuletzt bei der Landtagswahl 2003 dazu, dass profilierte Grünen-Abgeordnete ihren Hut nehmen mussten, weil sie nicht erneut als Kandidaten antreten durften. Auch die Vorschrift, dass Abgeordnete nicht zugleich dem Parteivorstand angehören dürfen, soll geändert werden. Zudem wird der Vorstand von acht auf fünf Mitglieder verkleinert. Die Landesvorsitzenden Brigitte Pothmer und Raimund Nowak zeigten sich am Donnerstag optimistisch, dass die Parteibasis bei der Strukturreform mitzieht. „Diesmal werden wir es schaffen“, erklärten sie.
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