Hannover - In der Rathausaffäre in Hannover will Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) an diesem Dienstag im Rathaus ein Statement voraussichtlich zu seinem Rücktritt abgeben. Den Termin kündigte die Stadtverwaltung an.

Erwartet wird, dass Schostok nach einem zuvor vereinbarten Treffen mit den Fraktionsvorsitzenden seine Versetzung in den Ruhestand beantragen wird. Die Staatsanwaltschaft hatte Anklage wegen schwerer Untreue gegen Schostok, seinen Bürochef und den suspendierten Kultur- und früheren Personaldezernenten erhoben.

Insgesamt geht es um zu Unrecht gezahlte Gehaltszuschläge von rund 64 000 Euro für den Bürochef und für den früheren Feuerwehrchef. Schostok soll von der Unzulässigkeit der Zuschläge erfahren, sie in dem Moment aber nicht gestoppt haben. Dies bestreitet er. Erst wollte er trotzdem im Amt bleiben, alle relevanten Parteien im Stadtrat einschließlich der SPD forderten aber seinen Rückzug.