Hannover - Als einen Erfolg hat Niedersachsens Kultur- und Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU/Berne) die vom Land finanzierte Sprachförderung für Geflüchtete bezeichnet. „Wir leisten damit einen maßgeblichen Beitrag zur Integration Geflüchteter in unsere Gesellschaft – sowohl in der Stadt, als auch auf dem Land“, sagte Thümler am Mittwoch vor Journalisten in Hannover. 40 Prozent der Teilnehmer verfügen laut Thümler nach dem Besuch eines Kurses über elementare Deutschkenntnisse. Auch sei es durch spezielle Bemühungen wie etwa durch Kinderbetreuungsangebote gelungen, mehr Frauen in die Kurse zu bekommen.
Laut Thümler haben seit Herbst 2015 mehr als 65 000 Flüchtlinge an den vom Land Niedersachsen finanzierten Deutschkursen teilgenommen. Während das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) nur Flüchtlingen mit guter Bleibeperspektive zumeist aus Ländern wie Iran, Irak, Somalia, Eritrea und Syrien Deutschkurse anbietet, richten sich die vom Land finanzierten Kurse an alle Flüchtlinge, die in Niedersachsen Schutz suchen. „Niedersachsen hat von Anfang an schnell und unbürokratisch ergänzende Integrationsangebote geschaffen, um allen Geflüchteten eine Sprachförderung zu ermöglichen“, betonte Thümler. Landesweit seien so knapp 4000 Kurse angeboten worden – die Kosten betragen rund 100 Millionen Euro, ein Teil davon fließt noch in diesjährige Kurse.
Der Minister kündigte an, dass das Land seine Integrationsbemühungen mit dem Angebot weiterer Sprachkurse fortsetzen werde. Ab dem Jahr 2020 seien dafür jährlich 25 Millionen Euro veranschlagt. Zudem sei vorgesehen, Niedersachsen gemeinsam mit dem Bamf zum Modellland für die Sprachförderung Geflüchteter zu entwickeln.
