HANNOVER -
Redaktion Hannover
HANNOVER - Die Aufklärung des Transrapid-Unglücks von Lathen sorgt in der Landespolitik weiter für Wirbel. Die SPD hat die Absage von Teilnehmern der Expertenanhörung im Verkehrsausschuss des Landtags am heutigen Freitag scharf kritisiert. Nach Angaben von SPD-Fraktionschef Wolfgang Jüttner haben sowohl das Eisenbahnbundesamt als auch die Magnetbahn-Gesellschaft der Deutschen Bahn ihre Zusagen zurückgezogen. Der Landtag bestätigte das auf Anfrage.„Die Nichtteilnahme macht die Anhörung zur Farce“, sagte Jüttner dieser Zeitung. Er habe dafür kein Verständnis. Eine Beschwerde des SPD-Politikers beim Bundesverkehrsministeriums über die Absage des Eisenbahnbundesamtes blieb laut Jüttner erfolglos. Der Vorsitzende des Aussschusses, Hermann Eppers (CDU) erläuterte, die Bahn wolle die Ermittlungen zum Unglück nicht mit Aussagen in der Anhörung beeinträchtigen.
Teilnehmer der Anhörung sind unter anderem die TÜV-Arbeitsgemeinschaft Versuchsanlage Magnetbahn Emsland und die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Auch Verkehrsminister Walter Hirche (FDP) muss sich den kritischen Fragen der Ausschuss-Mitglieder stellen. Die Grünen haben die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses gefordert. Die SPD will ihre Zustimmung von den Ergebnissen der Anhörung abhängig machen. Der Ausschuss werde aber jetzt wahrscheinlicher, hieß es. Bei der Transrapid-Katastrophe im September waren 23 Menschen ums Leben gekommen. Später wurden weitere Unfälle auf der Strecke bekannt.
