HANNOVER - Im Streit um die Asse-Akten wollen CDU und FDP möglicherweise ein Disziplinarverfahren gegen Bundesumweltministerium und Bundesamt für Strahlenschutz beantragen. Der CDU-Obmann im Asse-Untersuchungsausschuss, Karl-Heinrich Langspecht, warf ihnen vor, vertrauliche Unterlagen an die Umweltschutzorganisation Greenpeace gegen zu haben. „Die Herausgabe der Akten ist rechtswidrig“, sagte Langspecht dieser Zeitung. Unterdessen hat die Opposition beantragt, im Ausschuss Mitglieder der Europäischen Atomgemeinschaft Euratom zu befragen. Sie sollen Auskünfte über die Plutonium-Bestände in der Asse geben.