HANNOVER - HANNOVER/DPA - Der niedersächsische Städte- und Gemeindebund (NSGB) wendet sich gegen die neuen Pläne der Landesregierung zur Umstrukturierung des hoch verschuldeten Kreises Lüchow-Dannenberg.

Durch die Bildung von Verwaltungsgemeinschaften würden die Gemeinden zu Gunsten des maroden Landkreises geschwächt, kritisierte NSGB- Präsident Rainer Timmermann am Dienstag in Hannover. „Es macht keinen Sinn, die unwirtschaftlichere Ebene des Kreises auch noch zu stärken“, sagte er.

Die Landesregierung will nach dem Scheitern der ursprünglich geplanten Auflösung des Kreises Lüchow-Dannenberg nun aus dem Kreis und seinen fünf Samtgemeinden eine Verwaltungsgemeinschaft gründen. Dabei sollen aus den fünf Gemeinden zwei werden, um Verwaltungskosten zu sparen. Die Pläne des Landes würden aber bedeuten, dass fast die gesamte Verwaltungskraft aus den Gemeinden abgezogen würde. Sie würden damit ihre Selbstständigkeit verlieren.